Sanumtherapie

Ursprünge des Pleomorphismus
Günther Enderlein

Sowohl Pleomorphismus als auch Symbiose sind Begriffe, die heute untrennbar mit dem Forscher und Mikrobiologen Professor Dr. Günther Enderlein (1872-1986)verknüpft werden. Grundlage für Enderleins Lehre und Wirken waren die Beobachtungen des französischen Forschers A. Bechamp. Bechamp postulierte, dass ein Mikroorganismus unter bestimmten Voraussetzungen in verschiedenen Entwicklungsstadien und in verschiedenen Formen auftreten kann, ohne seine spezifischen Eigenschaften zu verlieren. Ferner kam Bechamp zu dem Ergebnis, dass in allen pflanzlichen und tierischen Zellen kleinste Partikel enthalten sind, die auch nach dem Tod des Organismus weiter leben und sich ggf. in Mikroorganismen verwandeln können. Diese Ansicht Bechamps, dass Mikroorganismen ohne Verlust ihrer ursprünglichen Funktion einen Formenwandel unterlaufen können steht auch heute noch gegen die weitläufig vorherrschende Lehrmeinung des Monomorphismus. Im Monomorphismus hat jeder Organismus nur eine einzige Form und Funktion, woraus eine sehr einseitige Sicht eines jeden Krankheitsgeschehens resultiert.

Enderlein hingegen widersprach im Rahmen seiner intensiven Forschungsarbeit dieser Sichtweise und prägte dadurch maßgeblich den Begriff und die Lehre des Pleomorphismus. Enderlein wies nach, dass alle Erythrozyten im Organismus einen pflanzlichen Urkeim, den Endobionten, beherbergen, der durch äußere Einflüsse durchaus einem Formenwandel unterliegen kann. Dies beinhaltet u.a. die Möglichkeit, dass Mikroorganismen von einem apathogenen und avirulenten Zustand in potentiell pathogene und virulente Zustände wechseln können.

Endobiont und Symbiose

Der Endobiont lebt mit seinem Wirtsorganismus in einer echten Symbiose Wird dieses Symbiosegleichgewicht durch äußere Einflüsse gestört, kann dies zu einer Vermehrung des Endobionten und einer „Auswärtsentwicklung führen. Ein gesunder Organismus ist jedoch in der Lage, das Symbiosegleichgewicht wieder herzustellen, indem er pathogene hochentwickelte Keime zu apathogen Formen abbaut und über Stoffwechselprozesse ausscheidet. Ist die Regulationsfähigkeit durch eine ungesunde Lebensweise und exogene Einflüsse jedoch eingeschränkt, so sind dies optimale Voraussetzungen dafür, dass sich der Symbiont verselbständigt und zum Parasiten wird. Die einzelnen Phasen dieser Aufwärtsentwicklung verlaufen über das Kolloid, einem kleinen Eiweißpartikel über das Bakteriumstadium zum Pilz. Dabei stellen die einzelnen Stufen keine unabhängigen unveränderlichen Organismen dar, sondern bilden einen gemeinsamen Entwicklungskreislauf

Krankheiten des Endobiosekomplexes

Enderlein konnte über die Diagnosemethode der Dunkelfeldmikroskopie ganz klar den Nachweis erbringen, dass Störungen des inneren Milieus zu einem Verlust der enzym- und stoffwechselaktivierenden Eigenschaften des Endobionten führen und dadurch zur Bildung pathogener Mikroorganismen beitragen. Krankheiten beruhen also laut Enderlein auf einer Störung der Symbiose zwischen Endobiont und Organismus und einer Weiterentwicklung des Endobionten zu pathogenen Wuchsformen mit eigener Stoffwechselaktivität. Diese nun schwer darzustellenden Prozesse machen sich zunächst als Funktionsstörungen einzelner Organe bemerkbar bevor es zu manifesteren Krankheitserscheinungen kommt.

Zentraler Ausgangspunkt dafür, ob dem Organismus eine Widerherstellung des Symbiosegleichgewichts aus eigner Kraft gelingt, ist das körpereigene innere Milieu. Ist das innere Milieu im Rahmen einer ungesunden Ernährung, Stress, Depressionen und einer kontinuierlichen Störung des Säure-Basen Haushaltes, durch chronische Infekte und Umwelttoxine gestört, so kann sich die Krankheit manifestieren.

Sanumtherapie und Isotherapie

Ausgehend von der Wandelbarkeit der Formen und der Symbiose zwischen Endobiont und Organismus entwickelte Enderlein eine exakt auf diese Funktionsstörungen des Endobiosekomplexes abgestimmte Therapiemethode-die Isotherapie.

Enderlein entdeckte zwei Schimmelpilzarten, den Mucor racemosus und den Aspergillus niger, die diaplazentar erworben je nach Milieuzustand in sämtlichen Entwicklungsstadien im Säugetierkörper vorkommen können. Laut Enderlein sind sie im Rahmen einer „Aufwärtsentwicklung“ zu pathogenen Formen für das Auftreten zahlreicher Funktionsstörungen und Krankheiten verantwortlich. Im Verlauf dieser Prozesse ist der Endobiont wahrscheinlich auch an der Tumorentstehung beteiligt. Da Eiweißzufuhr die Aufwärtsentwicklung des Endobionten fördert, werden pathogene Zustände v.a. durch falsche Ernährung mitverursacht. Zu diesen Krankheitsformen gehören pathologische Gerinnungszustände, Rheumatismus, Arthritis, Tonsillitis, Gicht, Diabetes, Anämie, Tumore und Lähmungen. Eine Einschränkung der Eiweißzufuhr begünstigt die Rückentwicklung in die niedrigeren Phasen, die dann über die Ausscheidungsorgane den Körper verlassen. Eine weitere Möglichkeit zum Abbau pathogener Hochvalenzen ist die exogene Zufuhr apathogener niedriger Entwicklungsstufen verschiedener Pilze .Diese Heilmittel wirken im Sinn der Isopathie nicht gegen die Krankheit bzw. gegen die Symptome, sondern stellen die Regulationsfähigkeit des Körpers wieder her, wodurch echte Heilung möglich wird.

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