Lasernadelakupunktur

Das Laserneedle-Verfahren wurde im Jahr 2000 von dem Physiker Dr. Detlef Schikora von der Universität Paderborn entwickelt. Ursprünglich für die schmerzfreie Akupunktur gedacht, werden mit diesem innovativen Verfahren inzwischen auch zahlreiche andere Indikationen behandelt. Das Laserneedle-Verfahren wurde im Jahr 2004 mit dem 1.-ten internationalen Forschungspreis der American Academy of Medical Acupuncture ausgezeichnet. Lasernadeln ermöglichen es erstmals, therapeutische Interventionen genau lokalisiert entlang von eindimensionalen Arealen (Gelenkspalten) sowie simultan an beliebigen Körperpunkten durchzuführen. Dies ist mit keinem anderen der derzeit bekannten Lasertherapiegeräte möglich. Durch die mit Lasernadeln mögliche Lokalisierung wird die medizinische Behandlung nur auf das therapeutisch relevante Areal beschränkt, benachbartes gesundes Gewebe wird nicht unnötig exponiert. Wie alle Lasertherapieverfahren ist auch die neue Laser-Needle-Micro-Therapie eine schmerzfreie und nicht invasive Behandlungsmethode. Dabei werden Lichtquanten hoher Anregungsdichte über optische Fasern zu feinen Lasernadeln geleitet. Diese werden nicht in die Haut eingestochen, sondern auf die jeweiligen Behandlungsareale (Gelenkspalte, Triggerpunkte, Akupunkturpunkte) aufgesetzt. In Kontaktapplikation strahlen sie danach punktgenau in das zu behandelnde Gewebe ein.

Folgende Wirkungen der Lasernadeln wurden in medizinischen Studien nachgewiesen:

  • Regeneration von Knochen- und Knorpelgewebe
  • Antibakteriologische Wirkungen in Hautzellen
  • Abbau von Entzündungen
  • Abbau von Ödemen
  • Stimulation von Wundheilungsprozessen (Ulcus cruris)
  • Schmerzreduktion
  • Erhöhung der peripheren kapillaren Blutzirkulation
  • Verbesserung wichtiger Blutparameter wie  Immunstimulation und O2-Sättigung

Einsatzgebiete

Orthopädische Erkrankungen

Neben der Schmerzlinderung stehen hier die regenativen Wirkungen der Lasernadelstrahlung im Knorpel- und Knochengewebe im Vordergrund. Osteonekrotische Areale werden durch die Kontaktbestrahlung mit Lasernadeln weitgehend regeneriert. Die Laserstrahlung erhöht signifikant den Zellstoffwechsel der Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten). Im Ergebnis wird das Aufbau-/ Abbau- Gleichgewicht auf die Knochensubstanz aufbauende Seite verschoben und eine verstärkte Mineralisation induziert. Knorpelgewebe wird strukturell (stimuliert) stabilisiert (Fibrinogen, Collagen), die Hyaluronsäure- sowie die Proteoglykansynthese werden erhöht.

Ausgezeichnete Ergebnisse lassen sich bei der Behandlung von Tendinosen erzielen.

Mit sehr guten Ergebnissen wurden behandelt:

  • Arthrosen 1-3 Grad
  • Chondropathien 1-3 Grad
  • Aseptische Knochennekrosen
  • Ödeme, Frakturen
  • Rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Sehnenentzündungen
  • Rückenschmerzen
  • Hauterkrankungen

Die Lasernadel Phototherapie basiert auf den modernsten Ergebnissen der dermatologischen Forschung. Das therapeutische Prinzip beruht darauf, gleichzeitig blaue und rote Laserstrahlung auf die betroffenen Hautareale einwirken zu lassen. Die rote Laserstrahlung führt im Hautgewebe zu einer Verbesserung der Zellenenergie (ATP-Synthese), der Mikrodurchblutung, sowie der O2-Sättigung. Die blaue Laserstrahlung (405 nm) beeinflusst hingegen sehr prägnant den immunologischen und bakteriologischen Zustand des Hautgewebes. Damit ist diese Behandlungsform nahezu optimal geeignet, Neurodermitis, Psoriasis, Akne vulgaris und auch Vitiligo langfristig zu therapieren. Im Unterschied zur derzeitigen UVA1 Standart-Therapie stellt die Bestrahlung mit 405 nm Lasernadeln jedoch eine völlig UV-freie Behandlung dar, die keinerlei Krebsrisiken mehr enthält und damit auch bei Kindern unbedenklich angewandt werden kann.

Kinderheilkunde

Folgende Indikationen werden mit sehr gutem Erfolg behandelt:

  • Kopfschmerzen/ Migräne
  • Infekte u.a. obstruktive Bronchitiden
  • Entzündungen im Bereich der Ohren und des Darms
  • Hautekzeme
  • Warzenbehandlungen

Tinnitusbehandlung

Reparatur von cochlearen Läsionen und inneren Haarzellen durch direkte intensive Bestrahlung des Innenohres.

Durch Laserbestrahlung kommt es zu einer gleichzeitigen Induzierung von Deaktivierungen im präfrontalen Kortex und im limbischen System (diese Areale sind maßgeblich an Konsolidierung und Unterhaltung des Tinnitus beteiligt) durch Aktivierung spezifischer Akupunkturpunkte.

Während der Behandlung wird simultan Entspannungsmusik in das nicht betroffene Ohr eingespielt.

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