Vitamin C und Vitamin C Infusionen

Curcuma ohne Onkologie

In der Regel besitzen fast alle Säugetiere, Reptilien und Amphibien die Fähigkeit Vitamin C in unterschiedlichen Mengen in der Leber bzw. den Nieren zu synthetisieren.

Diese Fähigkeit der endogenen Vitamin C Produktion besitzen Menschen ebenso wie Meerschweinchen, Flughunde und einige Primaten jedoch nicht. Der spezifische Gendefekt, der beim Menschen dieser Tatsache zugrunde liegt, beruht auf dem Fehlen des Leberenzyms L-Gulonolactonoxidase (GLO). GLO ist das letzte Enzym in einer Sequenz von Leberenzymen, die für die Umwandlung von Glucose in Vitamin C zuständig sind. Obwohl das GLO Genom als Sequenz der kodierenden DNA auch beim Menschen angelegt ist, bleibt es aus bis dato unerklärten Gründen quasi ungenutzt. Menschen sind somit komplett von einer exogenen Vitamin C Zufuhr abhängig.

Die genaue Menge, die benötigt wird, um den Bedarf eines Menschen entsprechend seiner jeweiligen körperlichen Situation zu decken, lässt sich nur schwer abschätzen bzw. durch spezifische Laboruntersuchungen verifizieren. Bei Tieren, die Vitamin C selbständig synthetisieren können, kann die Produktion stark schwanken. So produziert bspw. eine Ziege bei schwerem Stress oder bei Krankheit 6-mal so viel Vitamin C wie im ungestressten Zustand, ein Kaninchen sogar 25-mal so viel. Legt man nun bei einem Menschen ein Körpergewicht von 70kg zugrunde, so müsste ein gesunder Erwachsener im ungestressten Zustand pro Tag ca. 0,4 bis 3 Gramm Vitamin C substituieren, um den gleichen Status zu erreichen. Diese Menge kann aber enteral, d. h. über die Darmschleimhaut überhaupt nicht resorbiert werden.

Offizielle Einnahmeempfehlungen legen Vitamin C Gaben zwischen 60 und 200 mg zugrunde, was vor dem oben dargestellten Hintergrund aber viel zu gering erscheint.

Studien zufolge hat sich der Mensch über mehr als 100.000 Generationen als Jäger und Sammler vor allem von Früchten, Beeren, Fisch und etwas Fleisch ernährt. Nun wird vermutet, dass vor Millionen Jahren eine Mutation im Erbgut unserer Vorfahren stattfand, die dazu führte, dass die endogene Vitamin C Synthese eingestellt wurde, da die Versorgung durch die exogene Zufuhr quasi als gesichert galt. Anschließend ernährten sich mehr als 500 Generationen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und nur 12 Generation im heutigen industriellen Zeitalter von der zunehmenden Fast-Food-Industrie – ein Zustand auf den sich der Stoffwechsel bis dato nicht einstellen konnte und es vermutlich auch nie kann. Somit lebt der Mensch heutzutage aufgrund der vorherrschenden Ernährungsbedingungen meist in einem ausgeprägten Mangelzustand.

Viele Evolutionsforscher vertreten die These, dass der Verlust der endogenen Vitamin C Synthese im Rahmen der Evolution zu einem regelrechten „Mutationsschub“ geführt hat. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans, welches den Zellkern und die Zellmembran vor freien Radikalen und damit auch vor Mutationen schützt. Sein Verlust muss über das vermehrte Vorkommen von freien Radikalen zu vielfältigen Mutationen im Erbgut geführt haben, was zu einer beschleunigten Entwicklung und Ausdifferenzierung unterschiedlicher Arten von Primaten und u.a. auch zum Urahn des modernen Menschen geführt hat.

Die Hauptresorptionsorte stellen dabei der Zwölffingerdarm (Duodenum) und der Leerdarm (das proximale Jejunum) dar. Während Menschen niedrige Dosen an Ascorbinsäure mit Hilfe eines aktiven Natrium-Kalium-ATPase Transportsystems resorbieren können, erfolgt die Aufnahme größerer Mengen passiv mittels Diffusion, da eine erhöhte Konzentration an Vitamin C die Aktivität der Natrium-Kalium-ATPase blockiert.

Im Gegensatz zur L-Ascorbinsäure erfolgt die Aufnahme der oxidierten Form DHA durch die Membran der Darmepithelzellen ausschließlich durch erleichterte Diffusion.

Von großer Bedeutung ist, dass bei einer Steigerung der oralen Vitamin C Zufuhr die Resorptionsrate im Darm prozentual sinkt. Dies liegt einerseits daran, dass bei einem erhöhten Vitamin C Gehalt im Darmlumen die transmembranen Vitamin C Transportproteine in den Epithelzellen der Darmschleimhaut herunterreguliert werden und andererseits an der Ineffektivität des passiven Resorptionsweges im Vergleich mit dem aktiven Natrium-Kalium-ATPase System. So werden bei einer oralen Aufnahme von 180 mg/Tag 80-90% resorbiert, bei einer Dosis von 1000 mg pro Tag 65-75%, bei einer Dosis von 3 Gramm pro Tag ca. 40% und bei mehr als 12 Gramm nur noch 16%.

Vitamin C, das nicht resorbiert wird, wird im Dickdarm von den dort ansässigen Darmbakterien zu Kohlendioxid und organischen Säuren abgebaut. Aus diesem Grund kann die Zufuhr hoher Gaben an Vitamin C gastrointestinale Beschwerden wie Durchfälle und Abdominalschmerzen verursachen.

Im Blutplasma ist Vitamin C zu 24% an Proteine (Bluteiweiße) gebunden und verteilt sich mit einer unterschiedlichen Affinität in den verschiedenen Gewebetypen.

Einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C findet man bspw. in der Hypophyse, der Nebenniere, der Augenlinse, den Leukozyten, dem Gehirn, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Milz.

Da der Mensch über keine speziellen Speicherkapazitäten für Vitamin C verfügt, wird jede übermäßige Zufuhr im Darm nicht resorbiert und renal oder fäkal ausgeschieden. Bei vollständiger Sättigung beträgt der Vitamin C Pool des Menschen ca. 1,5 Gramm bis 3 Gramm. Sinkt der Gesamtpool im Körper auf Werte von unter 300 mg Vitamin C Plasmakonzentration so kommt es zu manifesten Mangelerscheinungen.

Der durchschnittliche Umsatz von Vitamin C liegt bei 1 mg/ KG Körpergewicht und ist abhängig von der täglichen Zufuhr, der Poolgröße sowie exogenen Faktoren wie bspw. Stress und chronischen Infektionen. Während die biologische Halbwertszeit von Vitamin C zwischen 10 und 30 Tagen liegt, beträgt die pharmakokinetische Halbwertszeit lediglich 2,9 Stunden.

Vitamin C kann situationsbedingt sowohl prooxidative als auch antioxidative Eigenschaften entfalten.

Als Prooxidans fördert Vitamin C oxidative Prozesse und sorgt für einen Anstieg von oxidativem Stress und der vermehrten Bildung von freien Radikalen während es als Antioxidans freie Radikale entschärft und die oxidative Stressbelastung im Organismus senkt.

Wichtig ist es dabei hervorzuheben, dass Vitamin C primär lediglich antioxidativ wirkt, also nur während des Oxidationsprozesses zu Dehydroascorbinsäure seine Elektronen abgeben kann. Metalle wie Eisen und Kupfer sind sehr reaktionsfreudig und tauschen Elektronen in der Regel nicht nur besonders schnell, sondern auch äußerst leicht aus. Gibt Vitamin C seine Elektronen an solche Metalle ab, erhöht sich deren prooxidative Wirkung in ihrer unmittelbaren Mikroumgebung.

Diese reduzierten und katalysierten Metalle triggern die vermehrte Bildung von freien Radikalen in Form von Superoxidradikalen, Hydroxylradikalen und Wasserstoffperoxid. Somit wirkt Vitamin C in einer vermehrten Anwesenheit von Eisen und/oder Kupfer prooxidativ, selbst wenn seine direkte und unmittelbare Wirkung eigentlich antioxidativ ist.

In Anwesenheit katalysierender Metalle fördert eine geringe Konzentration von Vitamin C somit vermehrt prooxidative Effekte während hohe Vitamin C Dosen antioxidativ wirken. Der Übergang von prooxidativer zu antioxidativer Aktivität wird als „Crossover Effekt“ bezeichnet und ist abhängig von der Konzentration katalysierender Eisen- und Kupferionen. Normalerweise kann Vitamin C somit nur bei einer täglichen Substitution von 60 mg bis 2000 mg prooxidative Eigenschaften entwickeln. Darüber hinaus können prooxidative Effekte nur auf der Grundlage einer ungewöhnlichen klinischen Situation mit einem hohen Blut-u./o Gewebespiegel katalysierender Metalle auftreten.

Fühlt sich jemand bei der Verabreichung niedriger Vitamin C Gaben nicht wohl, sondern müde und schlapp, ist die Anwendung höher Dosen die Lösung des Problems (sofern keine unphysiologisch hohen Spiegel an Eisen und Kupfer vorliegen). Hohe Vitamin C Gaben können neu gebildete freie Radikale sofort entschärfen und durch sie verursachte Gewebeschäden zum Großteil „reparieren“.

Vitamin C wirkt antioxidativ!

Vitamin C stellt im Körper eines der wichtigsten Antioxidantien dar. Es kommt in allen Zellen, in den Körperflüssigkeiten und im Blut vor, wo es selbst oxidiert und somit verbraucht wird. Auf diese Weise schützt es sowohl die Zellen als auch die Gewebe vor der Oxidation mit freien Radikalen.

Vitamin C schützt die Vitamine Pantothensäure, B1, B2, Folsäure, Vitamin A und E vor Oxidation.

Im Körper entstehen im Rahmen von Stoffwechselprozessen kontinuierlich freie Radikale, die zu irreparablen Schäden wichtiger Struktureiweiße, von Fetten sowie von Zell-DNA und Gewebe führen können.

Vitamin C fördert den Aufbau von Kollagen!

Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und der Haut. Es ist mit einem Anteil von ca. 30% das am häufigsten im Organismus vorkommende Protein. Es besitzt eine einzigartige Kombination aus Zugfestigkeit und Elastizität.

Vitamin C fördert die Transkription und Translation von Präkollagen und somit die Syntheseleistung. Vitamin C ist ein wichtiger Cofaktor für die u.a. an der Kollagenbildung beteiligten Enzyme Lysin und Prolin. Es sorgt somit für die Ausbildung straffer und stabiler Kollagenfasern. Eine ausreichende Vitamin C Versorgung ist allerdings nicht nur die Grundvoraussetzung für die Kollagensynthese, sondern auch eine wichtige Stimulanz.

Zudem korreliert die Versorgung mit Vitamin C mit der Hyaluronsäure Konzentration und schützt diese vor einem schnellen enzymatischen Abbau.

Vitamin ist maßgeblich für die Entgiftungsfunktion des Körpers

Vitamin C ist ein bedeutsamer Radikalfänger und ein wichtiges Antioxidans. Es schützt und aktiviert die Entgiftungsenzyme der Leberzellen, damit diese effektiv und ungehindert arbeiten können, sodass Blut und Leber schneller von Giftstoffen befreit werden. Durch Vitamin C kann die schädliche Wirkung von Schwermetallen reduziert werden, indem es die Aufnahme ins Blut verringert und sie in Lösung hält, damit sie über Leber u/o. die Nieren ausgeschieden werden können.

Vitamin C erleichtert die Bildung von Superoxiddismutase und schützt Vitamin E vor einem beschleunigten Abbau.

Jetzt Kontakt aufnehmen