Curcuma

Curcuma

Curcuma oder Gelbwurz ist eine mit Ingwer verwandte Heil- oder Gewürzpflanze, die in Indien seit mehr als 2000 Jahren ihre Anwendung findet. Der aus Curcuma gewonnene Pflanzenstoff Curcumin besitzt in nahezu allen Körperzellen ein enorm breites Wirkungsspektrum und ist in der Naturheilkunde ein Allroundtalent. Curcumin, der gelbe Farbstoff der Pflanze, befindet sich v.a. im Wurzelstock und dient mit seinen antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften als Schutz vor Fressfeinden und Krankheitserregern.

Die Curcumaknolle hat einen hohen Gehalt an medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen aus etwa insgesamt 90 Wirkstoffen.

Curcuma ohne Onkologie

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Inhaltstoffe:

  1. Ätherische Öle, die aus Tumeron und Zingiberen bestehen und Terpene wie Phellandren, Cineol und Borneol enthalten.
  2. Carotine, Carotinoide und Xanthophyline, die sich besonders in Kombination mit Vitamin A durch ihre immunstimulierende Wirkung auszeichnen.
  3. Cineol, welches antithrombotisch, antiseptisch, spasmolytisch und schleimlösend wirkt.
  4. COX-2 wirkt analgetisch
  5. Curcuminoide sind für die gelbe Farbgebung der Pflanze verantwortlich und wirken über eine Stimulation der Prostaglandin- und Zytokinsynthese entzündungshemmend.
  6. Mineralstoffe wie Zink, Selen, Eisen, Kalzium, Chrom, Phosphor Mangan, Calcium und Kalium.
  7. Resin, welches in Kombination mit Turpethin antiphlogistisch und analgetisch wirkt
  8. Vitamin A, B1, B2, B3, C und E
  9. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Limonen Eugenol, Zimtsäure, Guajacol, Beta Carotin, Borneol, Alpha Pinene, Sabinen, Alpha Terpineol, Phellandren, Azulen, Vanillinsäure, p-Cymol, Tumeron, Kaffeesäure, p-Cumarinsäure, Caryophyllen und Linalool.

Interessant ist die Tatsache, dass jeder einzelne der aufgeführten Inhaltsstoffe nicht nur als Einzelsubstanz eine positive Wirkung hat, sondern durch die Kombination auch noch ein deutlicher Synergieeffekt entsteht.

In der Pflanze selbst beträgt der Gehalt von Curcumin lediglich 2-9%, so dass meist mit ihren Extrakten gearbeitet wird. Das Hauptproblem bei der oralen Anwendung liegt in seiner schlechten Resorption aus dem Darm begründet, die durch die gleichzeitige Einnahme von Piperin zwar verbessert werden kann, jedoch dennoch keinen ausreichenden Wirkspiegel im Blut und Gewebe bewirkt. Um dieses Problem zu umgehen, wird Curcumin gerne als Infusion verabreicht.

Curcuma in Kombination mit Piperin und Quercetin

Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit von Curcumin und erhöht den Curcuminspiegel im Plasma. Quercetin fördert die Aufnahme von Curcumin in die Zelle.

Zahlreiche Studien zeigen mehr als deutlich welchen weitreichenden Einfluss die medizinische Anwendung von Curcuma auf die Expression unterschiedlicher Gene, Rezeptoren, Wachstums -und Transkriptionsfaktoren, entzündlichen Zytokinen, Kinasen und Enzymen haben kann.

Redoxeigenschaften

Wie auch Vitamin C hat auch Curcuma sowohl eine pro- als auch eine antioxidative Wirkung. Während seine Eigenschaft als Antioxidans überwiegt, spielt seine prooxidative Wirkung vor allem bei der Antiproliferation von Zellen eine Rolle.

Antioxidative Eigenschaften und Senkung der Radikallast

Während die meisten natürlich vorkommenden Antioxidantien entweder eine phenolische Verbindung oder eine ß-Diketongruppe besitzen, gehört Curcuma zu den wenigen Antioxidantien, die beide Merkmale innerhalb eines Moleküls aufweisen. Verstärkt wird die antioxidative Eigenschaft von Curcuma dadurch, dass es zwei Methoxygruppen in der ortho-Position besitzt, die anstelle der phenolischen Hydroxygruppe als Protonendonator fungieren und diese somit schützen. Curcumin ist zum einen selbst ein sehr wirkungsvolles Antioxidans – es kann jedoch durch die Aktivierung des Transkriptionsfaktors Nrf2 auch die Genexpression verschiedener antioxidativer und Phase 2 Enzyme zu induzieren.

Curcumin hemmt die COX2 (Cyclooxygenase 2) und LOX (Lipoxygenase) Aktivität bei einer gleichzeitig gesteigerten Produktion von INOS (der induzierbaren NO Synthase) und wirkt damit stark antiphlogistisch (antientzündlich).

Antiinflammatorische Wirkung

Curcuma bewirkt eine Downregulation inflammatorischer Transkriptionsfaktoren wie kappa B, Cox 2, LOX und der Zytokine TNF, Interleukin 1 und 6 bei einer gleichzeiteigenen Hemmung der Prostaglandin E 2 Synthese. Des Weiteren hemmt Curcumin die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe wie der Interleukine 2, 8 und 12 sowie von Interferon-gamma und Tumornekrosefaktor alpha.

Immunmodulierende Wirkungen

Curcuma fördert im menschlichen Organismus die Produktion von Cathelicidin. Bei diesem Protein handelt es sich um ein antimikrobielles Peptid (cAMP), das zur Abwehr von Bakterien gebildet wird. Auch die Ausbreitung von Herpesviren konnte in einer Studie der Michigan University unter Curcumasubstitution deutlich gesenkt werden.

Curcuma kann modulierend auf einen TH1-TH2 Shift einwirken und das Immunsystem bei entzündlichen u/o. autoimmunogenen Erkrankungen wieder in Balance bringen.

Curcumin erhöht die Aktivität von B- und T Lymphozyten sowie der Makrophagen und gilt heutzutage als eine der stärksten pflanzlichen immunstimulierenden und -modulierenden Substanzen.

Curcumin wirkt gefäßschützend

Arteriosklerose stellt für die Entwicklung eines Schlaganfalles oder Herzinfarktes einen der größten Risikofaktoren dar. Arteriosklerose entsteht immer dann, wenn Cholesterin in der Wand der Blutgefäße oxidiert und sich dadurch Plaques bilden. Diese können die Gefäße derart schädigen, dass es zu einem Einbruch bzw. einer Verengung und im Extremfall zu einem vollständigen Verschluss kommt. Curcuma wirkt hier aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften protektiv indem es die Oxidation von Cholesterin verhindert. Zudem kann unter Curcumasubstitution die Menge des im Blutkreislaufes zirkulierenden Cholesterins vermindert werden. Bei einer Senkung von LDL, Triglyceriden und Lipoprotein a kommt unter der Gabe von Curcuma zu einem gleichzeitigen Anstieg von HDL, das eine schützende Wirkung auf die Gefäßwände hat. Curcuma kann zudem durch das in ihm enthaltene B6 den Homocysteinspiegel positiv beeinflussen. Ein erhöhter Homocysteinspiegel gilt als weiterer Risikofaktor für Arteriosklerose und somit für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Curcuma ist ein Antagonist von Arachidonsäure, welche entzündliche Veränderungen in der Gefäßwand bewirkt und diese damit schädigt.

Durch die Blutverdünnenden, antiischämischen und antithrombotischen Eigenschaften von Curcuma werden sowohl die Fließeigenschaften des Blutes als auch die Versorgung des Gewebes und der Zellen verbessert.

Antiallergische Eigenschaften

Curcuma dämpft im Rahmen eines allergischen Geschehens die Histaminausschüttung, wobei der antiallergische Effekt dabei durch die antioxidativen und antiphlogistischen Eigenschaften von Curcuma deutlich verstärkt wird.

Hauptwirkungen von Curcuma und seine Anwendungsgebiete:

  • Antioxidative und somit zellschützende Wirkung
  • antientzündliche und heilungsfördernde Wirkung
  • Senkung erhöhter Blutfettwerte
  • Senkung eines erhöhten Blutdrucks
  • leberschützende und leberentgiftende Wirkung
  • wirkt protektiv auf das Nervensystem
  • Entgiftung des gesamten Organismus
  • antibakterielle und pilzhemmende Wirkung
  • Stabilisierung des Immunsystems
  • Regulierung überschießender Immunreaktionen bei Autoimmunerkrankungen

Orale Einnahme von Curcuma

Das Problem der oralen Einnahme beruht auf einer schlechten Resorption und einer schnellen Ausscheidung medizinisch wirksamer Stoffe über die Leber.

Eine Lösung bietet hier die Aufnahme in Form von liposomal her gestelltem Curcuma.

Für die effiziente Zufuhr von Nährstoffen stellt die liposomale Verkapselungstechnologie eine äußerst effektive Transportmethode dar.

Während die Absorptionsrate bei herkömmlichen Präparaten in der Regel äußerst niedrig ausfällt, wird durch die liposomale Verabreichung die Bioverfügbarkeit signifikant erhöht. Unter Bioverfügbarkeit versteht man den Anteil einer Substanz, der nach erfolgreicher Resorption unverändert und voll verwertbar die Blutbahn erreicht.

Bei Liposomen handelt es sich um extrem kleine Nanokörper, die eine fett- und wasserlösliche Substanz in einer doppelschichtigen Phospholipidhülle einkapseln. Die für einen Nährstoff zerstörerisch wirkenden Verdauungsenzyme und -prozesse werden so komplett umgangen und es erfolgt eine vollständige Aufnahme in den Organismus.

Eine andere Möglichkeit stellt die buccale Einnahme über die Mundschleimhaut dar, wobei der Wirkstoff über die Blutgefäße der Mundschleimhaut direkt über die obere Hohlvene ins Herz gelangt. Die Leberpassage wird somit komplett umgangen und der Wirkstoff steht dem Körper in vollem Umfang zur Verfügung

Curcumin-Infusionen

Um die bestmögliche therapeutische Wirkung gerade bei fortgeschrittenen und schweren Erkrankungen zu erzielen, wird Curcumin in Dosen von bis zu 450 mg parenteral, also unter Umgehung des Verdauungstraktes, als Infusion direkt in die Vene gegeben.

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