Yersinieninfektion

Erreger:

  • Yersinia enterocolitica

Die Übertragung erfolgt fäkal-oral.

Zu Beginn einer Yersinieninfektion kommt es zu Symptomen einer Gastroenteritis, die mit einer heftigen Entzündung der Darmschleimhaut einhergehen kann. Häufig kommt es begleitend zu einer Pseudoappendizitis und einer mesenterialen Lymphadenitis. Die Erreger dringen in die Darmschleimhaut und in die mesenterialen Lymphknoten ein, wobei sie das Immunsystem des Wirtsorganismus geschickt unterdrücken. Häufig ist die Yersinieninfektion mit einer Begleitpharyngitis assoziiert, da sich die Erreger auch im lymphatischen Gewebe von Mandeln und Rachenwand aufhalten.

Eine Yersinieninfektion klingt meist innerhalb von Wochen von alleine ab, sodass auf eine antibiotische Behandlung in der Praxis oft verzichtet werden kann. Bei schweren Verläufen mit Komplikationen wie Darmblutungen und Sepsis kommen sie jedoch zum Einsatz. Die Yersiniose kann zu einer reaktiven Arthritis führen, die sich v.a. an den Knie-und Hüftgelenken-, an den oberen Sprunggelenken sowie den Sacroiliakalgelenken manifestiert. Da die reaktive Arthritis bei Yersiniose auch im Rahmen der Reiterschen Trias zusammen mit einer Urethritis und Uveitis auftreten kann, werden Autoimmunprozesse bei der Pathophysiologie diskutiert. Hierfür spricht auch die bei Yersiniose häufig auftretende Begleitthyreoiditis.

Die chronische  Yersiniose ist eine Multiorganerkrankung, die mit zahlreichen Krankheitssymptomen einhergeht.

Symptome bei chronischer Yersiniose:

  • rheumatoide Arthritis
  • Iridozyklitis
  • chronisch abdominelle Beschwerden
  • Colitis ulcerosa
  • Diarrhoe
  • insulinpflichtiger Diabetes mellitus
  • chronische Hepatitis
  • chronisch persistierende Arthralgien
  • ankylosierende Spondylitis
  • Erythema odiosem
  • Polyarthritis
  • Sacroiliitis

Serologie:

  • LTT
  • PCR
  • Kultur

Therapie (schulmedizinisch)

  • Ceftriaxon
  • Gentamycin
  • Ciprofloxacin
  • Trimethoprim-Sulfamethoxazol

Da Yersinien Betalactamase produzieren sind Penicilline, Ampicilline und Cephalosporine der 1.Generation unwirksam. Oftmals bestehen Resistenzen gegenüber Makroliden.

Aufgrund dieser Problematik behandeln wir eine chronische  Yersiniose anhand der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit naturheilkundlichen Verfahren individuell auf Ihre jeweilige Situation abgestimmt.

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