Ebstein Barr Virus

Das Ebstein Barr Virus ist der Erreger des Pfeiferschen Drüsenfiebers- der sogenannten Mononukleose- einer fieberhaften Erkrankung ,die mit folgenden Symptomen einhergehen kann.

  • erhöhte Körpertemperatur zwischen 38,5 und 39 Grad Celsius
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Schwellung der Lymphknoten am Hals, im Nacken sowie in der Achsel –und Leistenregion
  • schmerzhafte Hals- bzw. Mandelentzündung mit einem schmutzig grauen Belag auf den Mandeln
  • übelriechender Mundgeruch
  • ggf. Leber-und Milzschwellung
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schüttelfrost
  • trockener Husten
  • Stimmungsschwankungen und ggf .Depressionen

Ebstein Barr - Heilpraktiker KielNeben der akuten Verlaufsform gibt es auch eine subakute chronisch-persistierende Form, die neben weiteren chronischen Infektionen wie bspw. mit Chlamydien, Borrelien, Mykoplasmen, Yersinien, Cytomegalie- und Coxackieviren zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Eine Hauptgründe für die starke Zunahme chronisch persistierender Infektionen sind die durch negative Umwelteinflüsse (Schwermetalle, ungesunde Ernährung, Mobilfunkstrahlung etc.)entstehenden Stoffwechselstörungen und die damit einhergehende Schwächung des Immunsystems.Für eine effiziente und erfolgreiche Therapie sollte dieser Aspekt unbedingt in das Behandlungskonzept mit einbezogen werden.

Die Ansteckung mit dem Ebstein Barrvirus erfolgt als sogenannte Tröpfcheninfektion über Haut-und Schleimhautkontakte .In Deutschland geht man heutzutage von einer Durchseuchung der Bevölkerung von 98% aus.

 

Antikörpernachweis zwecks Diagnosestellung einer akuten Ebstein Barr Infektion

Das Ebstein Barrvirus kann im Patientenblut nie direkt nachgewiesen werden. Die Diagnose erfolgt immer indirekt über den Nachweis spezifischer Antikörper. Somit ist der Virusnachweis erst möglich, wenn das Immunsystem diese Antikörper gebildet hat.

Ist es somit wirklich sinnvoll sich bezüglich einer seriösen EBV Diagnostik auf Antikörpertests zu verlassen, wo gerade Viruserkrankungen meist mit einer immunologischen Fehlregulation einhergehen?

Im Rahmen der Testung werden zum Nachweis einer akuten Ebstein Barrinfektion spezifische Antikörper sogenannte Immunglobuline der Klasse M, abgekürzt Ig M, im Labor bestimmt.

Erhöhte Antikörpertiter weisen auf eine akute Infektion hin. EBV –VCA-IGM>0 bedeutet in diesem Zusammenhang , dass die Antikörper gegen die Kapselhülle des Virus gerichtet sind.

Nachdem die akute Infektion abgeklungen ist, sinken die IGM Antikörper wieder auf Null . Danach lassen sich dann für einen langen Zeitraum Immunglobuline der Klasse IgG nachweisen. Auch die Aussagefähigkeit des quantitativen IgG Antikörpertests ist sehr eingeschränkt und sollte deshalb nur mit Vorbehalt diagnostisch eingesetzt und bewertet werden.

So kann ein erhöhter EBV IgG Wert Hinweis auf eine abgelaufene und somit vom Immunsystem überwundene Infektion sein-andererseits ist es jedoch auch keine Seltenheit, dass sich dahinter eine chronisch persistierende Infektion verbirgt.

Anhand der Höhe des IgG Titers lässt sich eine solche Differenzierung jedoch nicht vornehmen. Somit können sich in der Patientengruppe mit erhöhten IgG Titern sowohl Gesunde als auch chronisch infizierte Patienten befinden.

Gerade das Ebstein Barrvirus ist jedoch in der Lage durch zahlreiche Mechanismen Teile des Immunsystems zu blockieren und zu umgehen. Ist davon auch die Antikörperbildung betroffen, erfolgt trotz Infektion keine Antikörperbildung.

Das EBV infiziert in der Regel als erstes die Epithelzellen in Mund, Nase und Rachenraum ,sowie die B-Lymphozyten. Die B Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und übernehmen wichtige Aufgaben bei der Abwehr von in der Körper eingedrungenen Erregern.

Die Erstinfektion erfolgt meist im Kindesalter mit einem asymptomatischen Verlauf .Jugendliche und Erwachsene, die sich das erste Mal infizieren zeigen in der Regel einen komplikationslosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen.

Sowohl der Zeitpunkt des Ausbruchs der Erkrankung, der individuelle Verlauf und die ggf. auftretenden Komplikationen sind von zahlreichen, zum Großteil noch unverstandenen Symptomen abhängig.

Die entscheidende Rolle spielt die Stärke des Immunsystems. Bis zum 30. Lebensjahr sind ungefähr 95% der Bevölkerung infiziert, ab dem 40. Lebensjahr wird von einer Durchseuchung von 100 % ausgegangen.

Das Virus durchläuft in der Regel zwei Entwicklungsphasen.In der lytischen Phase vermehrt es sich in den infizierten Wirtszellen, um dann von diesen in Form zahlreicher Kopien freigesetzt zu werden und so weitere Zellen im Organismus zu infizieren. In der zweiten Phase ,der sogenannten Latenzphase ,ruht das Virus in den Wirtszellen, um sich vor den Angriffen des Immunsystems zu schützen.so bildet sich ein Reservoir,das bei einer erneuten Virusaktivierung jederzeit aufbrechen und Viren freisetzten kann.

Während einer Ebstein Barrinfektion werden vom Immunsystem entsprechende Antikörper gegen das Virus gebildet, die sich bei 95% aller Infizierten im Rahmen eines Bluttestes im Labor nachweisen lassen. Das Virus bleibt lebenslang im Körper und verweilt in sogenannten B-Gedächniszellen.

 
Meniskusriss - Heilpraktiker Kiel

Patienten, die unter einer chronisch persistierenden Ebstein Barr Infektion leiden, klagen in der Regel über mehrere der folgenden Symptome

  • chronische Müdigkeit bis hin zum chronischen Erschöpfungssyndrom (cronic fatigue, CFS)
  • innere Unruhe durch Infektion des Nervus symphaticus
  • Splenomegalie (Milzschwellung)
  • Lymphknotenschwellung
  • Muskel-und Gelenkbeschwerden
  • Entzündung von Hoden-Prostata-oder Eierstöcken
  • Nierenschmerzen bei Nirenbeteiligung
  • Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Schmerzen im Herzbereich bei einer Infektion des Herzmuskels, des Reizleitungssystems oder des Plexus cardiacus
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsbeschwerden (Blähungen ,Durchfall ) ausgelöst durch eine verminderte Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse
  • Störung der Neurotransmitterfunktion mit vermehrtem Neurostress
  • Kopfschmerzen durch Infektion verschiedener Großhirnbereiche
  • Nervenschmerzen durch Infektion verschiedener Nerven
  • Leberschwellung, Leberfunktionsstörungen mit oder ohne erhöhte Leberwerte
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen bei einer Infektion der Schilddrüse (Hypo-oder Hyperthyreose)
  • typische Blutbildveränderungen mit Verminderung der Granulozyten, Lymphozyten und ggf. der Thrombozyten (Blutplättchen)
  • Schwindel ausgelöst durch eine Infektion des Gleichgewichtsorganes und/oder des Hör-und Gleichgewichtsnervs
  • Schmerzen im linken Oberbauch bei einer Mitbeteiligung der Bauchspeicheldrüse

 

 

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