Chlamydieninfektion

Erreger:

  • Chlamydia pneumoniae
  • Chlamydia trachomatis

Chlamydien sind unbewegliche kokkoide Bakterien, die in der Lage sind ihre Form bzw. Gestalt und somit ihre Struktur zu verändern. Chlamydien leben als Parasiten obligat intrazellulär. Ihre Vermehrung findet dabei in den zytoplasmatischen Vakuolen ihrer Wirtszellen statt, wobei sich die Energie der zelleigenen Enzyme zunutze machen. Chlamydien durchlaufen innerhalb ihres Entwicklungszyklus zwei Formen. So existieren sie außerhalb ihrer Wirtszelle in Form von Elementarkörperchen .Elementarkörperchen weisen keine Stoffwechselaktivität auf, können aber gegen Umwelteinflüsse wie Austrocknung oder osmotische Veränderungen durchaus resistent sein. Durch diese Anpassungsmechanismen können Elementarkörperchen auch außerhalb ihres Wirtsorganismus überleben. Werden Elementarkörperchen in die Wirtszelle aufgenommen, wandeln sie sich in Retikularkörperchen um, welche einen aktiven Stoffwechsel besitzen und sich intrazellulär vermehren.

Chlamydia pneumoniae sind oft für chronisch verlaufende Infektionen der Atemwege bekannt. Weitere Symptome können eine Meningoencephalitis, Sinusitiden, Myocarditis, ein Guillain-Barre-Syndrom sowie eine Brochiolitis obliterans sein. Nach der postinfektiösen Phase kann es zu einer Arthritis bzw. Tendovaginitis kommen.

 Chlamydia trachomatis weißt mehrere Serotypen auf, die in ihrer Pathogenität verschieden sind. Während die Serovarianten A-C ein Trachom verursachen können, sind die Serovarianten  D-K die häufigsten Ursachen einer  Urethritis, Cervicitis, Salpingitis, Nebenhodenentzündung, Einschlusskonjunktivitis, Neugeborenen- Pneumonie sowie einer Perihepatitis.

Auch bei der Infektion mit Chlamydia trachomatis ist der Mensch das einzige Erregerreservoir, wobei die Übertragung hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr erfolgt. Eine typische Manifestation für eine Infektion sind Entzündungen der Nebenhoden bzw. des Gebärmutterhalses. Zusätzlich kann es zu einer Urethritis, einer akuten Konjunktivitis, Sterilität und der Entwicklung eines Lymphogranuloma venereum kommen. Nach der postinfektiösen Phase treten Arthralgien und Tendovaginitiden auf.

Eine Infektion mit Chlamydien-der „ Super Gau „für das Immunsystem?

Chlamydien besitzen eine Art Tarnkappe und werden somit in der Regel weder vom Immunsystem erkannt noch von den meisten Antibiotika erreicht, weil sie intrazellulär als Parasiten leben. Chlamydien befallen vorrangig Monozyten-weiße Blutkörperchen-und Makrophagen (Fresszellen) und unterdrücken in diesen Zellen wichtige Mechanismen, die unter normalen Bedingungen eine Immunantwort der Zelle einleiten würden. Chlamydien können zudem die natürliche Apoptose –den natürlichen Zelltod-in den von ihnen befallenen Zellen abschalten .Das Leben der Wirtszelle wird so künstlich verlängert und das Überleben der Erreger gesichert. Die infizierten Zellen bleiben so übernatürlich lange erhalten und bilden aufgrund eines unnatürlichen Wachstums die Vorstufe verschiedenster Entartungen-an erster Stelle Krebs.

Therapie (Schulmedizinisch)

Chlamydia pneumoniae

  • Makrolide (Azithromycin, Clarythromycin)
  • Doxycycline
  • Levofloxacin

Chlamydia trachomatis

  • Makrolide (Azithromycin, Clarythromycin)
  • Doxycyclin
  • Tetracycline
  • Levofloxacin, Ciprofloxacin,Moxifloxacin

Da sich die Behandlung einer chronisch persistierenden Chlamydose allein durch schulmedizinische Therapieverfahren oft sehr schwierig erweist, behandeln wir Sie in unser Praxis in Anlehnung an den neusten medizinischen Forschungsstandard stets  mit einer an Ihre individuelle Situation angepassten und individuell abgestimmten Kombination aus Schul- und Naturmedizin.

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